Wenn staatliche Eingriffe in den Marktmechanismus gut gemeint, aber schlecht gedacht sind — eine ökonomische Analyse populistischer wirtschaftspolitischer Forderungen.
⚡Jede Seite — außer der Ethik-Seite — enthält interaktive Simulationsmodelle — Elastizitäten, Steuersätze und Marktparameter lassen sich live verändern und die Effekte in Echtzeit beobachten.
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Gesinnungs- vs. Verantwortungsethik
Warum sich gut anfühlen und gute Ergebnisse erzielen zwei verschiedene Dinge sind — Max Weber und die Grundlage dieser Website.
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Mietendeckel
Preisobergrenzen auf dem Wohnungsmarkt und ihre kontraproduktiven Effekte auf Angebot und Qualität.
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Mindestlohn
Preisuntergrenzen auf dem Arbeitsmarkt — wer wirklich profitiert und wer die Kosten trägt.
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Kapitalrente vs. Umlageverfahren
Ist kapitalgedeckte Rente wirklich „Zocken am Markt"? Ein direkter Vergleich von Aktiensparplänen mit der gesetzlichen Rentenversicherung.
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Gütersteuern
Wie MwSt, Verbrauchsteuern und andere Gütersteuern einen Keil zwischen Käufer und Verkäufer treiben — und warum der Wohlfahrtsverlust quadratisch wächst.
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Reichensteuern und Kapitalflucht
Wie Reichensteuern Kapital und Humankapital vertreiben — und die Laffer-Kurve zeigt, wann Steuern sich selbst aushöhlen.
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Außenhandel & Protektionismus
Importzölle schützen einzelne Branchen — und schädigen alle anderen. Trumps „Liberation Day" als Fallstudie im Drei-Sektoren-Modell.
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Emissionshandel & Klimapolitik
Warum ein CO₂-Preis effizienter ist als pauschale Auflagen — das Äquimarginalprinzip in Aktion.
Philosophische Grundlage dieser Website
Die vier Quadranten — Gefühl vs. Wirkung
Wirtschaftspolitische Maßnahmen lassen sich danach ordnen, ob sie sich gut anfühlen und ob sie gute Ergebnisse erzielen. Die unbequeme Wahrheit: Es gibt kaum Korrelation zwischen beidem.
😊 Fühlt sich gut an — ❌ Schlechte Ergebnisse
Mietendeckel
Solidarität mit Mietern, Kampf gegen gierige Vermieter — das fühlt sich gerecht an. Das Ergebnis: Berlin 2020–2021, Angebotsrückgang um 50 %, Investitionsstopp, Wohnungsknappheit verschärft sich. Wer hilft, schadet.
Gefühl
„Wir schützen Mieter vor Ausbeutung."
Wirkung
Weniger Wohnungen, längere Wartelisten, Schwarzmarkt.
😊 Fühlt sich gut an — ⚠️ Gemischte Ergebnisse
Mindestlohn
Mehr Lohn für die Schwächsten — wer kann dagegen sein? Das Ergebnis ist nuancierter: Für Arbeitnehmer über der Marktlohngrenze klare Verbesserung (Card & Krueger 1994). Für jene am absoluten Rand des Arbeitsmarkts droht Ausschluss durch Automatisierung.
Gefühl
„Wir geben den Geringverdienern Würde zurück."
Wirkung
Gut für viele — aber nicht für alle. Kontext entscheidet.
😬 Fühlt sich schlecht an — ✅ Gute Ergebnisse
Freihandel statt Zölle
"Wir geben unsere Stahlindustrie auf" klingt nach Verrat. Doch 200 Jahre Ricardianische Theorie und empirische Evidenz belegen: Freihandel steigert den Gesamtwohlstand. Bushs Stahlzoll 2002 (George W. Bush, Section 201): 200.000 Stahlarbeiter geschützt — in einer nachgelagerten Industrie mit 8 Millionen Beschäftigten, von denen ca. 200.000 ihren Job verloren.
Gefühl
„Wir kapitulieren vor dem Ausland."
Wirkung
Niedrigere Preise, mehr Wohlstand — für alle Konsumenten.